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Cuxhavener Beratungs- und Unterstützungssystem

Mobiler Dienst für emotionale und soziale Entwicklung

Der CuxBUS ist ein mobiler Dienst der Landesschulbehörde und hat das Ziel, die inklusive Beschulung der von uns betreuten Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.

Den CuxBUS gibt es seit 2007. Zurzeit arbeiten 10 Förderschullehrerinnen und -lehrer mit insgesamt 130 Lehrerstunden in dem Beratungs- und Unterstützungssystem und betreuen weit über 300 Schülerinnen und Schüler an allen allgemein bildenden Schulen und in einigen Fällen sogar in den Kindertagesstätten.

Wir betreuen Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen und Verhaltensweisen, wobei aggressive oder andere Mitschüler und den Unterricht störende Verhaltensweisen am Häufigsten auftreten. Mögliche Erscheinungsformen von emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen sind:

  • übersteigerte Aggression, Gewalttätigkeit
  • Autoaggression
  • unkontrollierte Gefühlsäußerungen
  • motorische Unruhe und Impulsivität
  • fehlende Selbststeuerung
  • ausgeprägte Labilität
  • verharren in Passivität
  • Verunsicherung und ängstliches Zurückgezogensein
  • ausgeprägtes gehemmt sein
  • Bindungsschwäche

Wir beraten Lehrkräfte, Eltern und Kinder darin, eine angemessene Unterrichtssituation zu gestalten. Wie sieht unsere Arbeit konkret aus:

  • Wir führen fallbezogene Gespräche, hospitieren in Schule und Kindergarten, analysieren Situationen und Gegebenheiten und suchen gemeinsam mit den Beteiligten individuelle Möglichkeiten und Wege der Unterstützung. Ziel ist es, Bedingungen, unter denen das als schwierig erlebte Verhalten auftritt, zu verändern.
  • Im Gespräch mit den Lehrkräften richten wir unseren Blick auf die sachlichen und personellen Ressourcen der Schule, wie zum Beispiel Raumgestaltung, Sitzordnung, Material, Pausengestaltung, Vernetzung zwischen den Beteiligten usw.
  • Wir unterstützen die Lehrerinnen und Lehrer bei der Erarbeitung von Förderplänen unter besonderer Berücksichtigung des Fördererschwerpunktes emotionale und soziale Entwicklung. So können zum Beispiel Ziele und konkret umsetzbare Maßnahmen gemeinsam entwickelt werden.
  • Wir beteiligen uns an der Schullaufbahnberatung oder bei der Wahl von anderen außerschulischen Maßnahmen zur Erfüllung der Schulpflicht.
  • Weitere Unterstützungsmöglichkeiten sind z.B. Teilnahme an einzelnen Unterrichtsstunden, das Initiieren von Sozialtraining in der Klasse, Unterstützung bei der Entwicklung von Projekten, Beteiligung an Konfliktgesprächen, Beteiligung an Elterngesprächen und Hausbesuchen oder die Entwicklung von Tokensystemen.
  • Wenn von den Eltern gewünscht, kooperieren wir mit anderen Institutionen, mit Schulpsychologinnen, Ärzten und Therapeuten, um eine abgestimmte Vorgehensweise zu ermöglichen.

Seit dem Schuljahr 2011/2012 bildet die Kooperation mit dem Jugendamt einen besonderen Schwerpunkt für unsere Arbeit. Die Zusammenarbeit ist durch einen Vertrag zwischen dem Landkreis Cuxhaven und der Landesschulbehörde geregelt. Regelmäßige Dienstbesprechungen der Jugendhilfestationen und der Lehrerinnen des CuxBUS sorgen für einen verlässlichen Informationsaustausch. Ziel ist es, für die ca. 20 - 30 % der von uns betreuten Kinder, die gleichzeitig vom Jugendamt betreut werden, sicherzustellen, dass die schulischen und außerschulischen Bemühungen koordiniert und aufeinander abgestimmt erfolgen.(Kooperationsvertrag als PDF-Download)

Eine zusätzliche Möglichkeit der Unterstützung für Schülerinnen und Schüler, zum Beispiel mit autistischen Störungen, besteht in der Möglichkeit einer Schulbegleitung. Für die Bewilligung einer Schulbegleitung durch das Jugendamt ist unsere Zusammenarbeit zwingend erforderlich, damit sichergestellt ist, dass andere Unterstützungsmaßnahmen ausgeschöpft wurden und nicht erfolgreich waren.

   
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