CuxBusWer wir sind:

Das Cuxhavener Beratungs-und Unterstützungssystem (CuxBUS) ist ein Mobiler Dienst für den Bereich emotionale und soziale Entwicklung und setzt sich aus ca. 10 Förderschullehrerinnen und –lehrern zusammen. Wir beraten Lehrkräfte, Eltern und Kinder darin ein angemessenes Lernumfeld zu gestalten. Ein wesentlicher Teil der Arbeit ist seit dem Schuljahr 2011/2012 die Kooperation mit dem Jugendamt des Landkreises Cuxhaven. Schulische und außerschulische Ressourcen sollen zum Wohle des Kindes nutzbar gemacht werden.

Was tun wir:

Wir führen fallbezogen Gespräche, hospitieren in Schule und Kindergarten, analysieren Situationen und Gegebenheiten und suchen gemeinsam mit den Beteiligten Möglichkeiten und Wege der Unterstützung. Ziel ist es, Bedingungen, unter denen das als schwierig erlebte Verhalten auftritt, zu verändern. Regelmäßig halten wir Kontakt zu den Jugendhilfestationen des Landkreises.

Wie wir es tun:

Wir begleiten den Weg des Ratsuchenden lösungsorientiert, systemisch, präventiv, ressourcenorientiert, unterstützend und prozessorientiert. Unser Anspruch ist es, dabei wertschätzend miteinander umzugehen.

Beraten und unterstützen heißt für uns konkret:

  • Unterstützung bei der Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten der Lehrkraft und des Kindes
  • Erschließen der schuleigenen Ressourcen
  • Initiieren von möglichen Hilfsangeboten
  • Entwicklung von Tokensystemen
  • Initiieren von Diagnostik
  • Beteiligung an Elterngesprächen
  • Beteiligung an Konfliktgesprächen
  • Beteiligung bei der Erstellung von Förderplänen
  • Beteiligung an Schullaufbahnberatungen
  • Hospitieren im Unterricht
  • Initiierung von Projekten
  • Initiierung von Sozialtraining in der Klasse
  • Zusammenarbeit mit Lehrkräften in der Integration

 

Unterstützung bei der Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten der Lehrkraft und des Kindes

Im Rahmen der Beratung entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen neue Perspektiven. Wir finden Ideen und Wege, Situationen zu gestalten.

Erschließen der schuleigenen Ressourcen

Im Gespräch mit Ihnen (und ggf. der Schulleitung) richten wir unseren Blick auf die sachlichen und personellen Ressourcen der Schule, wie z.B. Raumgestaltung, Sitzordnung, Material, Pausengestaltung, Vernetzung zwischen den Beteiligten etc.. Wir finden Möglichkeiten, diese Ressourcen zu nutzen und an die gegebene Situation anzupassen.

Initiieren von möglichen Hilfsangeboten

Wir suchen gemeinsam nach fallbezogenen Hilfssystemen innerhalb und außerhalb der Schule. Hierzu dient zum einen die lösungsorientierte Beratung von Lehrern, Eltern und Schülern und zum anderen die enge Vernetzung mit Jugendamt, Jugendhilfestationen, therapeutischen und medizinischen Institutionen. Dies beinhaltet die Begleitung der Eltern bei der Kontaktaufnahme zu vorhandenen außerschulischen Institutionen und Hilfsangeboten vor Ort.

Entwicklung von Tokensystemen

Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir ein auf die Klasse oder auf die einzelnen Schüler abgestimmtes Tokensystem. Dies unterstützt die Lehrkraft dabei, Verhalten zu dokumentieren, den Schülern hilft es sich selbst zu beobachten und das eigene Verhalten zu dokumentieren.

Initiieren von Diagnostik

In der Zusammenarbeit mit Ihnen schätzen wir die Notwendigkeit diagnostischer Maßnahmen für den Schüler oder die Schülerin ein und beraten Sie über die schulischen und außerschulischen Möglichkeiten.

Beteiligung an Elterngesprächen

Wir nehmen an Elterngesprächen teil, wenn Lehrer, Eltern oder Schulleitung dies wünschen, um gemeinsam Lösungen zu finden, zu vermitteln oder ggf. zu moderieren. Im Fokus der Gespräche steht eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus.

Beteiligung an Konfliktgesprächen

Wir nehmen an Konfliktgesprächen teil, wenn eine Seite der Beteiligten dieses wünscht und für sinnvoll erachtet. Dies gilt für Lehrpersonen, Schulleitungen, Eltern oder Kinder gleichermaßen.

Beteiligung bei der Erstellung von Förderplänen

Wir unterstützen Sie bei der Erarbeitung von Förderplänen unter besonderer Berücksichtigung des Förderschwerpunktes emotionale und soziale Entwicklung. So können z.B. Ziele und konkret umsetzbare Maßnahmen gemeinsam entwickelt werden.

Beteiligung an Schullaufbahnberatung

Wir klären mit Ihnen die Fragen nach dem geeigneten Beschulungsort, bzw. der geeigneten Schulform oder möglichen außerschulischen Maßnahmen zur Erfüllung der Schulpflicht. Wir bereiten mit Ihnen diese Übergänge vor.

Hospitieren im Unterricht

Auf ihre Einladung hin kommen wir gerne und sehen uns Unterricht an. Bei einem anschließenden Gespräch können Rahmenbedingungen, Veränderungsmöglichkeiten und ergänzende Maßnahmen erläutert werden. Im Fokus steht dabei, die Bedingungen für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen zu verbessern und mit allen Klassenmitgliedern in Einklang zu bringen.

Initiierung von Projekten

Um Schülerinnen und Schülern präventiv wirkende Bedingungen für eine positive emotionale und soziale Entwicklung zu bereiten, unterstützen wir die Initiierung von Projekten. Dazu nutzen wir unsere Erfahrungen und Kontakte zu Kooperationspartnern und unterstützen die Vernetzung von Helfersystemen.

Initiierung von Sozialtraining in der Klasse

Die Schülerinnen und Schüler einer Klasse können destruktives Verhalten eines Klassenmitgliedes nachhaltig verstärken. Um den Schülerinnen und Schülern alternative Handlungsmöglichkeiten zu Ausgrenzungen, Abwehrhaltung, Hänseleien und Vorurteilen zu geben, kann ein Training der Klassengemeinschaft sinnvoll sein. Wir erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein Sozialtraining, das den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schülern ihrer Klasse angepasst ist und für Sie unter den gegebenen Umständen umsetzbar ist.

Zusammenarbeit mit Lehrkräften in der Integration:

Im Rahmen des Regionalen Integrationskonzeptes (RIK) und in Inklusionsklassen arbeiten Förderschullehrkräfte auch mit Kindern mit herausforderndem Verhalten. Wir unterstützen die Zusammenarbeit der Förderschullehrerinnen und –lehrer, der Lehrkräfte der allgemeinen Schule und der Eltern. Im gemeinsamen Gespräch arbeiten wir heraus, wie die Ressourcen am sinnvollsten zum Wohl betroffener Kinder genutzt werden können.  

   
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